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50 Jahre Kreisverkehrswacht Böblingen

Was ging voraus

Wie vorausschauend waren doch bereits die verantwortungsvollen Persönlichkeiten, denen die Sicherheit im Straßenverkehr am Herzen lag, als sie am 3. November 1924 in Berlin die Deutsche Verkehrswacht e.V. gegründet hatten. Zu den Gründungsmitgliedern zählten die seinerzeit bereits existenten Automobilclubs (wie ADAC und AvD), aber genau so die Verbände der Deutschen Automobilindustrie und Automobilhändler, die Kraftfahrvereinigung deutscher Ärzte und Radfahrverbände wie dem BDR. Örtliche Verkehrswachten bestanden damals in 4 deutschen Großstädten, die allerdings noch im Gründungsjahr um 10 Neugründungen in weiteren Großstädten – so beispielsweise auch in Stuttgart – erweitert wurden.

Die Aufgabenbeschreibung war für die damalige Zeit höchst interessant, aber zugleich auch sehr umfassend: (Zitat:) „Aufgabe der Deutschen Verkehrswacht ist in erster Linie die Einwirkung der angeschlossenen Verbände dahin, dass sie Selbstzucht üben und auf diese Weise zu einer geordneten und sicheren Abwicklung des Verkehrs auf der Straße beitragen. Dann aber sollen sie auch Fühlung mit den örtlichen Verkehrsbehörden halten und allgemein zur glatten Abwicklung des Straßenverkehrs mitzuhelfen suchen“. Mit dem Wirken der Verkehrswacht auf Bundesebene verbinden wir auch die bekannte Fernsehserie ‚Der 7. Sinn’ als gemeinsame Aktion mit dem WDR, der hunderte von Mal im Fernsehen ausgestrahlt wurde und somit einer ganzen Generation von Verkehrsteilnehmern noch immer in bester Erinnerung sein wird.

Die Entwicklung in den Bundesländer nahm ihren Lauf: ein im Herbst 1949 gebildeter Gründungsausschuss der Deutschen Verkehrswacht führte am 2.12.1949 zur Gründung der Deutschen Verkehrswacht e.V. Reutlingen, der wiederum am 25.11.1950 die Gründung der Landesverkehrswacht Baden e.V. in Freiburg folgte. Die weitere Vorarbeit einer Arbeitsgruppe hatte schließlich zum Ziel, am 8. Dezember 1950 die LVW Württemberg-Baden e.V. in Stuttgart ins Leben zu rufen und bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 16. Februar 1954 erfolgte schließlich der Zusammenschluss zur einheitlichen Landesverkehrswacht Baden-Württemberg e.V.

Die somit also schon seit 1950 von der Landesverkehrswacht Württemberg-Baden e.V. in Stuttgart verfolgten Interessen sind dann auch im Bereich des Kreises Böblingen zunächst durch eine Arbeitsgruppe wahrgenommen worden, die wesentlich von den Herren Robert Kronmüller und Oberlehrer Barth getragen wurden. Dabei ging es in erster Linie um die von der LVW seit Jahren geförderten Schülerlotsen. Bis dahin habe aber gerade die Einrichtung des Schülerlotsendienstes im Kreis Böblingen bereits mustergültig vom Landespolizei-Kreiskommissariat Unterstützung erfahren. Insgesamt wurde jedoch die „private Verkehrserziehung und die Unfallbekämpfung“ als Aufgabengebiet definiert.

Vereinsgründung

Sehr bald zeigte sich, dass dieses Aufgabenfeld nicht ohne entsprechende organisatorische Voraussetzungen zu bewältigen war. Somit versammelten sich 23 Teilnehmer im Gasthaus „Bären“ in Böblingen – getragen von der Landesverkehrswacht und in Verbindung mit der bisherigen örtlichen Arbeitsgruppe - , um am 4. März 1963 die Kreisverkehrswacht Böblingen e.V. ins Leben zu rufen; am 24. Mai 1963 erfolgte die Eintragung dieses Vereins im Vereinsregister Böblingen unter der Nr. 493.

 

Bei der Gründungsversammlung äußerte Geschäftsführer Illg von der Landesverkehrswacht, dass es gelte, „den Verkehrsgefahren ins Auge zu sehen und ernsthaft zu begegnen“. Aus seiner Hand erhielt der Verein einen Starthilfescheck in Höhe von 1000 Deutsche Mark. Als Bestimmungszweck dieses finanziellen Grundstocks wurde genannt, ein Verkehrslehrzimmer in einer Volksschule einzurichten sowie 2 Verkehrsspielkisten (à 400 Mark) für Kindergärten anzuschaffen.

 

Der bei der Gründungsversammlung in der Satzung beschlossene Vereinszweck wurde formuliert: „ .... ist die Verhütung und Bekämpfung von Verkehrsunfällen und die Zusammenfassung aller am Straßenverkehr beteiligten und interessierten Kreise, die geeignet und dazu gewillt sind, sich mit allem Nachdruck zur Bekämpfung der Verkehrsunfallgefahren einzusetzen. Weiterhin die ständige Beratung aller mit dem Verkehr irgendwie befassten Behörden, sowie aller mit dem Straßenverkehr zusammenhängenden Organisationen und Einzelpersonen“.

Der Verein richtete den Aufruf an alle Gemeinden des Kreises, an die Industrie sowie an Handel und Gewerbe um Unterstützung im Bemühen um zeitgemäße Verkehrserziehung und Unfallbekämpfung, geprägt von den Erkenntnissen über die steigende Unfallkurve.

Heute sind wir schließlich eines der insgesamt 59 Mitglieder der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg e. V. - neben den weiteren 9120 Einzelmitgliedschaften. Auch wenn die Unfallbilanzen der letzten Jahrzehnte zum Glück stets fallende Tendenzen aufwiesen, dürfen wir in unserer Zielsetzung keinesfalls nachlassen. Die für 2012 voraussichtlich zu erwartende Anzahl getöteter Menschen bei Unfällen auf deutschen Straßen stellt zwar – mit 3760 - den zweitniedrigsten Wert seit Aufzeichnung der Daten im Jahr 1950 dar. Wenn auch eine Nullquote die absolute Illusion sein wird, sollten die Bemühungen aller, die für unsere Mobilität Verantwortung tragen, niemals nachlassen. Die Vermittlung des richtigen Verhaltens und der gewissenhafte Umgang mit der uns zur Verfügung stehenden Technik wird somit auch über die nächsten Jahre hinaus ein unverzichtbares und dankbares Aufgabenfeld der Verkehrswacht bleiben.

Führung des Vereins

Die Position des 1. Vorsitzenden übernahm Dr. Ernst Fiala aus Sindelfingen, sein Stellvertreter wurde Erhard Schabacker aus Böblingen. Dem Ausschuss gehörten als Schriftführer Reinhold Greiner und als Schatzmeister Erich Hoffmann, beide aus Böblingen, an. Bei einer am 24.10.1963 stattgefundenen Mitgliederversammlung erfolgte jedoch bereits eine Neuwahl zum Posten des 1. Vorsitzenden, da Dr. Fiala dem Ruf auf einen Lehrstuhl an der Technischen Universität Berlin folgte. An seiner Stelle folgte Dr. Willi Reidelbach aus Sindelfingen – ebenfalls aus dem Hause Daimler-Benz AG.

In der Mitgliederversammlung am 7. März 1968 übernahm Herr Eugen Maurer, Bankkaufmann, aus Holzgerlingen die Position des Schatzmeisters und im Jahr 1970 löste Direktor Dr. Friedrich Fischer den bisherigen Vorsitzenden ab. Er begleitete diese Funktion bis zur Wahl von Polizei-Hauptkommissar Karl Rommel am 18. März 1976, dem im Mai 1990 Günther Ansel und schließlich im April 2010 Günther Henne folgten. Siehe besondere tabellarische Übersicht der Funktionsträger!!

Die Aufgabe des Jugendreferenten übernahm der bereits früher in der Verkehrserziehung engagierte Oberlehrer Ludwig Barth und unter den Beisitzern finden wir bereits in den Anfangsjahren unter anderen den Namen von Landespolizei-Hauptkommissar Karl Rommel; er war in der Zeit von 01.12.1945 bis 31.8.1975 Leiter des Polizeikommissariats Böblingen und engagierte sich aber auch im Ruhestand für die Belange der Verkehrswacht.

Die damals sehr enge Zusammenarbeit mit dem ADAC kam durch dessen Mitglieder im Vorstand, nämlich Dr. Leibfried für Böblingen, Walter Schill aus Maichingen für den ADAC Sindelfingen und Heinrich Zeller für Herrenberg zum Ausdruck.

An dieser Stelle gilt selbstverständlich der herzliche Dank an alle Damen und Herren, die sich in diesen zurückliegenden fünf Jahrzehnten für die Belange der Verkehrssicherheit und Verkehrserziehung mit ihrer ganzen Kraft eingesetzt haben.

Mitgliederentwicklung

Die Mitgliederzahl entwickelte sich leider sehr schleppend. So war beispielsweise am 31.12.1974  der Mitgliederbestand 13 Stadt- und Gemeindeverwaltungen 10 Firmen und Handwerksbetriebe und 77 Einzelpersonen, somit genau 100 Mitglieder nach dem 11jährigen Vereinsbestehen. Nach kurzem Aufschwung pendelte sich die Mitgliederzahl bis zum Jahr 2013 auf 100 Mitglieder ein. Erfreulich ist, dass alle Stadtverwaltung, der Landkreis und alle Gemeindeverwaltungen Mitglied in unserem gemeinnützigen Verein sind.

Langjährige und treue Mitgliedschaften konnten später verschiedentlich ausgezeichnet werden, so Walter Schill und Hans-Dietrich Korn - allein auch schon für die gleichzeitig 40 Jahre in der Vorstandschaft sowie die Autohäuser Kögel und Staiger und Alfred Dinkelacker für 40-jährige Mitgliedschaft, für 30 Jahre Roland Keck aus Herrenberg und Gemeinden wie Grafenau, Jettingen, Steinenbronn und Nufringen.

 

Verwaltungsarbeit

Neben Gerhard Puscher, der seit 28.Juni1989 als Schriftführer zum Vorstand gehört und später dann insgesamt die Geschäftsführung des Vereins übernommen hatte, musste natürlich die unvermeidbare Verwaltungsarbeit von verschiedenen fleißigen Händen bewältigt werden. Mit Einführung des Sicherheitstrainingprogramms war eine professionell geführte Geschäftsstelle notwendig. Dies  erübrigte sich wieder nach Einstellung des Programms. Nach Beschluss der Vorstandschaft wird seit 2005 die Geschäftsführung im Ehrenamt in einem Privathaushalt geführt, was auch glücklicherweise zu einer erheblichen Kostenreduzierung führte.

Schwerpunkt-Aktivitäten

Jugendverkehrsschule

Bereits im Jahr 1953 war in Stuttgart der bundesweit erste Schulverkehrsgarten eingerichtet worden, ein absolut gutes und bestens geeignetes Mittel der praktischen Schulverkehrserziehung, wie es beim 50-jährigen Jubiläum der Jugendverkehrsschule in Stuttgart im Oktober 2003 bestätigt wurde. Diesem Stuttgarter Vorbild folgten dann bis Ende 1964 weitere 6 stationäre und 9 mobile Schulverkehrsgärten, aus denen sich dann die Idee des Fahrzeugs für eine Jugendverkehrsschule ergab.

Auch die Kreisverkehrswacht Böblingen ist auf diesen Zug aufgesprungen und als ersten öffentlichen Auftritt hat der seinerzeitige Landrat Dr. Heeb am 25. Juli 1973 das erste Fahrzeug, bezeichnet als Jugendverkehrsschulwagen, in der Eichendorffschule in Böblingen zur Inbetriebnahme übergeben.; am 7.6.1984 ist hierzu das 10-jährige und am 27.7.1998 das 25-jährige Jubiläum in der Klosterseehalle in Sindelfingen gefeiert worden. Finanziert wurde der Gesamtaufwand für dieses Fahrzeug in Höhe von 50 000 DM vom Land, vom Landkreis, der Kreisverkehrswacht, dem damals noch bestehenden Ortsverein Leonberg und einer Mineralölgesellschaft als Sponsor für die zur Verfügung gestellten Fahrräder.

Das Ausbildungsprogramm wurde aber ständig verweitert. Schon im Mai 1979 stand die Anschaffung einer zweiten mobilen Jugendverkehrsschule zur Diskussion mit einem Aufwand von 71 000 DM und zu 30 Prozent durch einen Zuschuss des Landes mitfinanziert. Am 18. Dezember 1980 fand in der Sporthalle Böblingen in Anwesenheit von Staatssekretär Ruder die Übergabe dieser zweiten mobilen Verkehrsschule im Kreis Böblingen statt. Schließlich konnten die dritte mobile Einrichtung im Jahr 1988 und die Ersatzfahrzeuge ab dem Jahr 1993 in Betrieb genommen werden.

Seit dem Schuljahr 1990/91 konnten mit dann erreichten Fahrzeugbestand sowie durch die Existenz zweier stationärer Übungsplätze - nämlich in Böblingen und Sindelfingen –je Schuljahr in unserem Landkreis sämtliche Grundschüler der vierten Klassen und der Förderschulen unterrichtet werden.

In Böblingen war im Jahr 1974 die Jugendverkehrsschule vom Landkreis an die Polizeidirektion übergeben worden, deren 10-jähriges Bestehen im Januar 1984 gefeiert und dabei auch die verantwortungsvolle Leitung durch Gerhard Lang gewürdigt wurde.

Für die stationäre Jugendverkehrsschule in Sindelfingen konnte der Mietvertrag am 26. Januar 1998 unterzeichnet werden.

Verkehrsspielkisten

Ergänzend zu den bereits in Einzelaktionen finanzierten – und nach und nach den Kindergärten zur Verfügung gestellten - Verkehrsspielkisten wurden im Jahr 1974 weitere 41 überwiegend gespendete Verkehrsspielkisten an Kindergärten im Kreis ausgegeben. Damit war der Gesamtbestand im Kreis auf 57 erhöht worden. Bis zum Jahr 1977 waren schließlich dank der finanziellen Beteiligung des Innenministeriums und der Kommunen flächendeckend alle Kindergärten im Landkreis mit 76 Verkehrsspielkisten versorgt.

Abgelöst wurden die klassischen Verkehrsspielkisten durch eine moderne Mobilitätskiste. Dieses pädagogisch wertvolle Medium wurde, unterstützt  durch das Ehninger Ingenieurbüro Bertrandt  mit insgesamt 48 Kisten, im Wert von 10.000 Euro an Kindergärten übergeben.

Sicherer Schulweg

‚Sicherer Schulweg’ gehörte beständig zum Credo der Verkehrswachtarbeit. Aus der von Gerhard Lang formulierten Erkenntnis: „Es gibt kein verkehrsgerechtes Kind“ kann nur die Folge sein, die Kinder auf dem Schulweg für den motorisierten Verkehr in bestmöglicher Weise auffällig zu machen. Gestiftet von der Volksbank wurden erstmals 1991 eintausend auffallende, weiße T-Shirts an die Schulneulinge verteilt. Die in den Jahren davor verteilten gelben Mützen und Kopftücher waren bis dahin nicht mehr attraktiv genug, obwohl auch diese über lange Jahre bundesweit einen guten Dienst geleistet hatten.

Mit den Großflächentransparenten „Schule hat begonnen“ wurden seit vielen Jahrzehnten die Kraftfahrer zu Schulbeginn auf besonnene Fahrweise hingewiesen. Fast alle Städte und Gemeinden haben sich dieser Aktion angeschlossen.

Ein von der Verkehrswacht Böblingen angebotenes Seminar „Schulwegsicherheit“ für Bedienstete der Ordnungsämter und Planungsämter konnte im Jahr 2012 angeboten werden. Fachvorträge und Erfahrungsaustausch waren der Schwerpunkt dieses Symposiums, zu welchem der Landrat Bernhard die Schirmherrschaft übernahm.

Weitere Themenschwerpunkte, die in der Regel aus bundes- und landesweiten Programmen übernommen wurden, konnten in jedem Jahr entsprechend umgesetzt werden.

Schülerlotsen

An den von Schülerlotsen gesicherten Übergängen gab es bis heute nicht einen einzigen Unfall mit tödlichem Ausgang. Derzeit sorgen bundesweit über 55.000 Verkehrshelfer für mehr Sicherheit auf dem Schulweg. Kreisweit waren die Schülerlotsen bereits 1967 aktiv. Begonnen hat dies in Waldenbuch, gefolgt von Holzgerlingen und Böblingen. Bis zum Jahr 1980 waren bis zu 90 Schülerlotsen im Einsatz. Durch die Installation von sicheren Überquerungshilfen war dieser Dienst nicht mehr von solcher Dringlichkeit, so dass erst wieder ab dem Jahr 2000 vereinzelt Schülerlotsen wieder ausgebildet wurden. Derzeit haben wir drei Schulen mit 30 Lotsen im Dienst. Als weitere Säule im Gebilde der Sicherheitsaktion „SchülerFairKehr wurden auch Schulbusbegleiter ausgebildet. Diese derzeit 20 Schülerinnen und Schüler fahren im Schulbus mit und sind Ansprechpartner bei Konfliktsituationen.

Kindergarten

Dass die vorschulische Verkehrserziehung wichtig ist, zeigen sicherlich auch die rückläufigen Unfallzahlen bei Kindern. Die bereits erwähnten Verkehrsspielkisten, welche von der Kreisverkehrswacht Böblingen zur Verfügung gestellt wurden, aber auch zahlreiche Elternveranstaltungen mit dem Titel Kind & Verkehr, praktische Begehungen und von uns veranstaltete Erzieherinnenseminare ergänzen dieses Sicherheitspaket im Bereich der Elementarstufe.

Senioren im Straßenverkehr

Unsere Gesellschaft ist deutlich mehr als früher von der Mobilität abhängig. So auch die Gruppe von Menschen welche altersbedingte körperliche Defizite in der Beweglichkeit haben. Ausgeglichen wird dies in der Regel durch Kompetenz, Erfahrung und anderer Nutzungsgewohnheiten. Jedoch ist auch hier eine Fortbildung und Aufklärung unumgänglich.

Mit Hilfe von ausgebildeten Seniorenmoderatoren wurden zahlreiche Veranstaltungen unterschiedlichster Art für diese  Zielgruppe durchgeführt. Themen wie ältere Menschen als Fußgänger, aber auch verschiedene Radfahrprogramme und auch fahrpraktische Übungen mit dem Auto wurden und werden  weiterhin angeboten.

Das neueste Programm „sicher fit unterwegs“ ist eine Gemeinschaftsaktion der Verkehrswachten, der Polizei und dem Apotheker-Verband. Seit dem Jahr 2012 wird dies flächendeckend im Baden-Württemberg und natürlich auch in unserem Landkreis umgesetzt.

Sonderveranstaltungen

Zahlreiche Sonderveranstaltungen forderten viel Engagement unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter. Situationsbezogen und entsprechend der Aktualität wurden unterschiedliche Verkehrssicherheitsprogramme in Kaufhäusern wie Multi-Markt, C & A aber auch bei Automessen in Böblingen, Leonberg und Herrenberg angeboten.

Die Präsentation von Anhaltewegen verschiedener Fahrzeuge, aber auch Sonderveranstaltungen mit den Themen wie Alkohol und Drogen bei jungen Menschen konnten präsentiert werden.

Mit unserem Ausstellungsstand „Kinderrückhaltesysteme“ hatten wir stets sehr großes Beratungsinteresse bei jungen Eltern aber auch bei Omas und Opas. Vor allem Informationen über Neuerungen in der StVO aber auch Beratungen technischer Art waren gefragt.

Leider konnte das ab dem Jahr 1996 mit großem Erfolg durchgeführte Sicherheitstraining aus Kostengründen von der Kreisverkehrswacht Böblingen nicht mehr durchgeführt werden.

Durch ständige Umzüge, vorgegeben durch den Verkauf der Liegenschaften des Bundes in Böblingen und Jettingen, war eine zukunftsorientierte Finanzierung nicht mehr möglich. Aus diesem Grund wurde das SHT im Jahr 2004  aus Kostengründen eingestellt.

Verkehrssicherheitsseminar

Mit diesem Seminar, welches gezielt für Jugendliche und junge Erwachsene konzipiert ist, wollen wir etwas mehr Sicherheit auf unsere Straßen bringen.

Ziel bei diesem Seminar ist, die jungen Menschen für  das Thema Verkehrssicherheit zu begeistern. Wir wollen sie animieren, auch bei zukünftigen Projekten, welche sie selbständig mit unserer Unterstützung planen und durchführen werden, ihr Interesse für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu wecken. Ob es junge Menschen sind, welche durch Straftaten im Straßenverkehr aufgefallen sind, oder auch einfach interessierte Jugendliche, sie sind alle bei uns willkommen und erfahren im Kurs mittels modernen Moderationstechniken wie wichtig die Themen Partnerschaft und Verkehrssicherheit sind.

Finanzierung

Allein mit den Jahresbeiträgen der Vereinsmitglieder war es natürlich nicht möglich, die umfangreiche Arbeit des Vereins zu finanzieren. So sind stets die Spenden ein wesentlicher Posten auf der Einnahmenseite gewesen. Dabei finden wir in den Spendenunterlagen unter anderen:

die Kreissparkasse Böblingen , die Volksbank, die Firma Daimler AG (bzw. auch unter der jeweiligen anderen Firmierung) , verschiedene Einzelhandelsgeschäfte (die Wiege) und (Firmen Mack, Lebsanft, Schühle, Mehl OHG), Kindersitz- und Fahrradhelmhersteller (Recaro, Römer, Maxi-Cosi, Centurion, KED) bzw. die diese Produkte vertreibenden Sportgeschäfte (Radhaus Rattay, Stahl-Sport Shop, Zweirad Röckle) , Autohäuser (Automobilforum Leonberg, Auto-Frentzen, Glemstalgarage Leonberg, Autofirmen Hagenlocher, Höfle, Kögel, Schechinger), Fahrschulen (Halanke, Happes)

Öffentlichkeitsarbeit

Nicht nur zum jährlichen Schulbeginn mit dem Hinweis auf die Schulneulinge als die schwächsten und höchst gefährdeten Teilnehmer am Straßenverkehr, sondern zu zahlreichen Schwerpunktthemen wurde Informationsmaterial für die Presse bereit gestellt. Sowohl für die Verbreitung dieser Themen, als auch für die Begleitung der gesamten Verkehrswachtarbeit gilt den Printmedien unser ganz herzlicher Dank; dies sind sämtliche Tageszeitungen in unserem Tätigkeitsgebiet, also Kreiszeitung, Sindelfinger/Böblinger Zeitung, Leonberger Zeitung, Gäubote und genau so die Redaktionen der örtlichen Amts- und Mitteilungsblätter.